Auf zum Ostermarsch

Auftaktveranstaltung zum Ostermarsch am 17.April 2017 (Ostermontag) um 10:00 Uhr auf dem Stadthof (Rathaus)

„Die Waffen nieder!“ so lautet nach dem Roman von Bertha von Suttner aus 1889, das Motto des Ostermarsches. Das Thema Frieden ist heute aktueller denn je, zur Abschlusskundgebung werden neben Christine Buchholz, Daniel Cirera (Mouvement de la Paix) Frankreich, ein/e Vertreter/in der afghanischen Migration und Andrea Ypsilanti (MdL, SPD) sprechen.

Im Aufruf der Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V. heißt es: „Wir bleiben dabei: Krieg schafft keinen Frieden. Mehr Waffen und mehr Militär verschärfen die weltweiten politischen und humanitären Probleme. Die mit deutschen Waffen angeheizten Kriege treiben Menschen in die Flucht, verursachen zunehmend Armut, Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung. Auf die Sitze getrieben wird diese Politik durch die Sammelabschiebungen von Asylbewerbern in Bundeswehr-Kriegsgebiete wie Afghanistan.

Unser türkischer NATO- und „Flüchtlings-Deal“-Partner unterdrückt
zunehmend jede oppositionelle Regung und führt Krieg im eigenen Land
und in Syrien. Der sog. „Kampf gegen den Terror“ heizt den Terror
weiter an. Das neuerliche Säbelrasseln zwischen Russland und der NATO
löst keines der Sicherheitsprobleme der Staaten vom Baltikum bis zum
Schwarzen Meer. Zu Verhandlungen und Ausgleich der Interessen gibt es
keine vernünftige Alternative.

Doch die Bundeswehr wird grundgesetzwidrig in immer mehr Staaten
geschickt. Bis 2030 sollen 130 Milliarden Euro zusätzlich für Rüstung
ausgegeben werden. Gleichzeitig fehlen überall Gelder für Bildung,
Soziales und ökologischen Umbau. Die in Büchel stationierten
US-Atomwaffen werden modernisiert, anstatt dass die Bundesregierung
auf eine „atomare Teilhabe“ verzichtet und deren Abzug durchsetzt. Die
innere Militarisierung schreitet voran durch Schüren von Terrorangst,
Gerede über einen Bundeswehreinsatz im Inneren und die Werbeoffensive
der Bundeswehr zur Rekrutierung junger Menschen.

Wir wollen
• das Ende der Kriege und der deutschen Kriegsbeteiligung
• den Stopp aller Rüstungsexporte aus Deutschland und Konversion der Rüstungsindustrie
• Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Sexismus und Rechtspopulismus bekämpfen
• eine EU-Politik für den Schutz und die Entwicklung lokaler Wirtschaft in Entwicklungsländern
• Solidarität mit Migrant_innen und eine humane Flüchtlingspolitik
• Solidarität mit dem türkischen gewaltfreien Widerstand gegen eine neue Diktatur
• internationale Kooperation, z.B. im Rahmen der OSZE, statt militärischer und wirtschaftlicher Drohungen

Deshalb demonstrieren wir beim Ostermarsch am 17. April gemeinsam für
eine Welt ohne Terror, Hass und Unterdrückung, für Frieden,
Solidarität und soziale Gerechtigkeit. Tragen wir diese Forderungen
auch als Messlatte in den anstehenden Bundestagswahlkampf.
Frieden schaffen ohne Waffen“

Mit solidarischen Grüßen

Per Oldehaver


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.