Fritz-Remy-Straße: Profitgier kennt keine Grenzen – DIE LINKE steht hinter den Mieterinnen und Mietern aller Nationen und Religionen

Im aktuellen Fall um den fehlenden Brandschutz in den Häusern der Fritz-Remi-Straße
droht immer noch die Räumung des Gebäudes …, wenn nicht innerhalb kürzester Zeit massiv nachgebessert wird. DIE LINKE.Offenbach unterstützt neben den parlamentarischen Initiativen der Fraktion DIE LINKE in der Stadtverordnetenversammlung, auch alle Bestrebungen der Mieterinnen und Mieter ordentlich betreut zu werden. Es liegt zu allererst in der Verantwortung der Eigentümer sicherzustellen, dass in den Immobilien immer „alles in Schuss“ ist, vom Brandschutz bis zur Reinigung: starke Verunreinigungen durch Tauben als Mitbewohner geht gar nicht!

Was jedoch in den Häusern der Fritz-Remy-Straße geschieht, ist Ausdruck einer immer weiter fortschreitendenden Verrohung bei Geschäften mit ertragreichen Anlageformen. „Betongold“ ist der Ausdruck der Spekulanten für die Anlageform Immobilie. Das Wohl der Mieterinnen und Mieter steht dabei ganz hinten auf der Agenda.

Wichtig ist nur, dass regelmäßige Mietzahlungen in ordentlicher Höhe eingehen. Dabei wird oft genug und  ganz bewusst bei der Auswahl der Mieterklientel darauf geachtet, die Wohnungen mit Menschen zu belegen, deren Miete „vom Amt“ gezahlt wird. Das hat zwei Vorteile: zum Einen ist sicherstellt, dass die Miete zuverlässig gezahlt wird.

Zum Anderen wissen Eigentümer und Hausverwaltung ganz genau, dass die Mieterinnen und Mieter in prekären Situationen, wie großen Hausmängeln nicht, oder nur sehr schlecht in der Lage sind, sich zu wehren und beispielsweise die Miete zu kürzen. Damit ist den Bewohnern ein wichtiges Mittel gegen Vermieterwillkür genommen.

Dieser Umstand wird schamlos ausgenutzt, um dann maximale Profite einzufahren. Und wo bleibt die Kontrolle durch die Stadt? Wir fragen uns, war die Verwaltung auf einem Auge blind? Die skandalösen Zustände und offensichtlichen Mängel waren hinreichend bekannt.

Offensichtlich wurde nur halbherzig dagegen vorgegangen mit der Konsequenz, dass die Mieterinnen und Mieter jetzt die Zeche zahlen sollen. Das kann so nicht bleiben.

Dieses Gefühl des Ausgeliefertseins wird in diesem Quartier jetzt wieder mit vereinfachenden Parolen des Nationalismus ausgenutzt um damit zum Teil unverhohlen Rassismus zu schüren. So wird an vielen Stellen munter die Stimmung geschürt, Mieterinnen und Mieter aus anderen Nationen seien verantwortlich für die Zustände in der Fritz-Remy-Straße.

Hier gilt es wachsam zu sein. DIE LINKE.Offenbach weist solche spalterischen Argumente zurück. Nach unserer Einschätzung nutzten die Eigentümer,  mit wechselnden Hausverwaltungen als willigen Erfüllungsgehilfen, ganz gezielt die prekäre Situation der Menschen aus, um Profite zu steigern.

Menschen mit Migrationshintergrund haben es sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch auf dem Wohnungsmarkt ungleich schwerer. Ihre Situation wird von den Eigentümern ebenso ausgenutzt, wie die Situation der Menschen die hier geboren sind und aus ganz verschiedenen anderen Gründen nicht die Möglichkeit haben, sich gegen die rücksichtslose Willkür der Hausverwaltung und vor allem der Eigentümer zu wehren. Das alles steht in direktem Zusammenhang mit der Agenda-Politik und der gesetzlich verordneten, menschenverachtenden Kürzung des Existenzminimums (Hartz IV).

Wir wollen, dass die Verantwortlichen für die Missstände in den Häusern der Fritz-Remy-Straße  durch entsprechende Sanktionen endlich in die Pflicht genommen und zum Handeln im Sinne der BewohnerInnen gezwungen werden.

Menschenwürdiges Wohnen ist ein Grundrecht  – für Alle Mieterinnen und Mieter – unabhängig von Nationen oder Religionen oder sonstigen Umständen!

 

Im Namen der Menschlichkeit fordert  DIE LINKE.Offenbach Sofortmaßnahmen für alle Mieterinnen und Mieter der Fritz-Remy-Strasse.

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