Aktion in der Fußgängerzone: Massenentlassungen verbieten – SIEMENS Offenbach bleibt hier!

Als Antwort auf den Stellenabbau bei Siemens bringt DIE LINKE am Dienstag ein Gesetz zum Verbot von Massenentlassungen in den Bundestag ein. „Selbst Rekordgewinne halten Unternehmen nicht davon ab, ihre Beschäftigten zu entlassen, Standorte zu verlagern oder ganz zu schließen“, heißt es in dem Gesetzentwurf. DIE LINKE.Offenbach macht am Dienstagmittag mit einer Aktion auf der Frankfurter Straße auf die Einbringung des Gesetzentwurfes aufmerksam. Es werden Unterschriften für die Erklärung „Siemens bleibt in Offenbach – Mensch vor Marge“ gesammelt und auf die Situation der
Kollegen am Offenbacher Siemens-Standort hingewiesen. Karen Reusch und Philipp Schumann, die beiden Vorsitzenden des LINKEN Kreisverbandes erklären zum Gesetzentwurf: „Ein Gesetz, das Massenentlassungen bei positiver Ertragssituation verbietet, ist ein wichtiger Schritt. Die Menschen werden den profitorientierten Interessen untergeordnet und es kann durch ein solches Gesetz zu ihrem Schutz beigetragen werden. Ohne ein solches Gesetz sind wir gezwungen, uns mit Unterschriftensammlungen und anderen solidarischen Maßnahmen gegen dieses Kalkül zu wehren. Genau das werden wir hier in Offenbach mit allen Kräften tun. Dafür steht DIE LINKE: Menschen vor Profite!“

Die Vorsitzenden erläutern weiter: „Das aktuelle Vorgehen bei Siemens ist Beispielhaft für die Methoden, die angewandt werden, um so den Profit zu vergrößern. Von der im Grundgesetz festgeschriebenen sozialen Verantwortung der großen Konzerne, ist nicht zuletzt  nach der „Agenda 2010“ nichts mehr übrig geblieben.  Es ist Augenwischerei, hier von „Management-Fehlern“ zu  sprechen, oder der Umstellung auf erneuerbare Energien die Schuld zu geben. Die Gasturbinen, die in Offenbach konstruiert werden, werden dringend gebraucht. Um Kohlekraftwerke stilllegen zu können, gibt es seit Jahren einen energiewendebedingten Gaskraft-Zubau, Gaskraft ist eine wichtige Übergangs-Technologie die noch dringend benötigt wird. Dem Management sind hier keine Fehler unterlaufen, es wurden auch keine Trends verpasst. Die Entlassungen waren von Anfang an mit eingeplant.

Wir stehen bei den Kolleginnen und Kollegen, ihren Betriebsräten und der IG Metall um aufzuzeigen: Jetzt ist Schluss – hier gibt es Widerstand!“

 

Dienstag 12.12.2017 – ab 14 Uhr Frankfurter Straße / Marktplatz