Tiefe Trauer über den Tod von Manfred Coppik

coppiktrauerGestern ist unser Freund und Genosse Manfred Coppik im Alter von 72 Jahren verstorben. Seiner Frau Sigrid und allen Familienangehörigen gelten unser Mitgefühl und unsere tiefe Anteilnahme.

Mit hohem moralischem Anspruch hat Manfred Coppik sein Leben lang für eine gerechtere Gesellschaft gekämpft – als Anwalt wie als Politiker.

Manfred Coppik trug die Vision einer neuen Linken in sich. Diese Vision machte ihn zum Wanderer durch verschiedene politische Gruppierungen, immer auf der Suche nach dem Hebel, der die Welt verändert.  Er arbeitete in der Friedensbewegung, engagierte sich in verschiedenen Parteien und im Bundestag. Nie war er bereit, seine Ideen von einer neuen, wirklich sozialen Bewegung zu verraten. Auf seiner politischen Wanderung war er Gründungsmitglied der WASG und arbeitete aktiv daran, sie mit der damaligen PDS zu vereinen. In den folgenden Jahren engagierte er sich auf vielen Ebenen für die Partei DIE LINKE. und gehörte zu den Menschen, die die Politik der LINKEN maßgeblich prägten.

Mit seiner Rückkehr in den Offenbacher Magistrat, dem er zuvor schon zwei Mal angehörte, hat sich ein Kreis geschlossen. Manfred Coppik hat sich sein Leben lang dafür eingesetzt, das Zusammenleben der Menschen in Offenbach zu verbessern. Er war auch im hohen Alter nicht bereit, gesellschaftliche Missstände hinzunehmen. Deshalb engagierte er sich mit großer Energie für soziale Brennpunkte und für Menschen, die am unteren Rand der Gesellschaft leben. Die Zustände in griechischen Flüchtlingslagern berührten ihn so sehr, dass er vorschlug, seine Heimatstadt solle ein Kontingent von Flüchtlingen aus Idomeni oder anderen Hotspots aufnehmen.

Trotz eigener gesundheitlicher Probleme war Manfred Coppik bis ins hohe Alter für die Gesellschaft da. Er widmete einen großen Teil seiner Zeit der Politik und brachte seine lebenslange Erfahrung ein. Als Mitglied des Magistrats blieb er stets wachsam und setzte sich für die Interessen der Benachteiligten ein.

Wir trauern um einen Menschen, der den politischen Kampf nie aufgegeben hat, der bereit war, für seine Ideale und Überzeugungen einzustehen und der nicht nur uns, sondern der ganzen Welt fehlen wird.

CETA und TTIP stoppen !

18. September 2016  Nachrichten des Kreisverbands
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Der Kreisverband hat sich an den Protesten gegen CETA und TTIP am 17.09.16 in Frankfurt beteiligt.
25000 Menschen haben ein starkes Zeichen gesetzt!

Druck auf dem Wohnungsmarkt führt zu mehr Übernachtungen

Marion Guth

Marion Guth

Die Anzahl der Übernachtungen in Notunterkünften ist im letzten Jahr kräftig gestiegen. Dieser Trend hält in Offenbach an, seit die Statistik zum Thema „Unterbringung in Notunterkünfte“ in den Sozialbericht aufgenommen wurde. Dazu erklärt die Stadtverordnete der Fraktion DIE LINKE., Marion Guth:

„Die Probleme von Menschen, die in Offenbach ihre Wohnung verlieren, werden vom Magistrat nicht ernst genommen. Anders sind die seit Jahren steigenden Zahlen von Übernachtungen in Notunterkünften nicht zu erklären.

Der aktuelle Sozialbericht dokumentiert einen Anstieg der Übernachtungszahlen in Notunterkünften von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu den Zahlen von vor vier Jahren sind mittlerweile doppelt so viele Menschen gezwungen, in Notunterkünften zu wohnen. Diese Zahlen sind erschreckend – sowohl für die Menschen, die in Notunterkünften leben müssen, als auch für den städtischen Haushalt. Ganzen Beitrag lesen »

Für eine konsequente Förderung von sozialem Wohnungsbau – Wohnen muss bezahlbar sein!

Markus Philippi (stellvertr. Fraktionvorsitzender)

Markus Philippi (stellvertr. Fraktionvorsitzender)

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der LINKEN Markus Philippi erklärt:

„Wohnraum in Offenbach wird knapper und die Mieten steigen seit einiger Zeit kontinuierlich. Insbesondere günstiger Wohnraum ist in Offenbach heiß begehrt, denn viele können sich die steigenden Mieten nicht mehr leisten. Daher verstehe ich nicht, warum die GBO-Geschäftsführerin Daniela Matha behauptet es gäbe ausreichend Sozialwohnungen. Gerade mit der Bereitstellung von günstigem Wohnraum und Sozialwohnungen sorgt man dafür, dass Mieten für alle Einwohnerinnen und Einwohner langfristig bezahlbar bleiben. So kann der enorme Mietpreisanstieg kontrolliert werden und Mieterinnen und Mieter vor drastischen Preissteigerungen geschützt werden.

Es die Aufgabe der GBO -in Fortführung der Gemeinnützigkeit – bezahlbaren Wohnraum insbesondere für diejenigen bereitzustellen, die ein geringes Einkommen haben. Sieht diese trotz der aktuell angespannten Wohnungsmarktsituation keinen Handlungsbedarf verfehlt sie ihre Aufgabe. Ganzen Beitrag lesen »

Kontinuierlich steigende Preise auf dem Wohnungsmarkt. Eine Kritik zum Immobilienmarktbericht Offenbach 2016

Sven Malsy

Sven Malsy

Zur Vorstellung des Immobilienmarktberichts Offenbach 2016, der am Donnerstag den 30.06.2016 in einem Pressegespräch präsentiert wurde, erklärte der Stadtverordnete Sven Malsy:

„Der aktuell veröffentlichte Immobilienmarktbericht macht deutlich, dass Wohnen immer mehr zur Ware wird. Die Frage, wer auf dem Wohnungsmarkt eine Chance auf angemessenen Wohnraum hat verkommt immer mehr zu einer Geldfrage. Es geht auf dem Wohnungsmarkt zunehmend nicht um die Bedürfnisse der Wohnungssuchenden, sondern um die erzielbaren Erträge.

Der Geldumsatz mit Immobilien steigt in Offenbach. Aller Voraussicht nach von 2015 auf 2016 auf mindestens das Doppelte. Der größte Markt im Immobilienbereich ist und bleibt der Wohnungsmarkt. Seit 2009 steigen die Preise für Eigentumswohnungen kontinuierlich. Diese Entwicklung ist verheerend. Denn der Fokus auf Wachstum und Umsatzzahlen lässt außer Acht, dass angemessene Wohnraumversorgung für alle Bewohner*innen dieser Stadt nicht dem Markt und der Verwertungslogik überlassen werden sollte. Ganzen Beitrag lesen »

Kappus-Höfe als Teil der Gentrifizierung

Sven Malsy

Sven Malsy

Zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gelände der ehemaligen Kappus-Fabrik, das am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde, erklärte der Stadtverordnete Sven Malsy:

„Die Kappus-Höfe sind ein weiterer Schritt der Gentrifizierung unserer Stadt. Wieder einmal hat die Stadtverordnetenversammlung ein Wohnbauprojekt beschlossen, das fast nur für Menschen mit hohem Einkommen zugänglich ist. Die Kaufpreise für die geplanten Wohnungen liegen zwischen 3200 und 4000 Euro pro Quadratmeter. Damit sind diese für den größten Teil der aktuellen Offenbacher Bevölkerung unerschwinglich. Auch die Preise für die geplanten Mietwohnungen liegen deutlich über dem aktuellen Durchschnitt. Steigende Mieten in den umliegenden Gebieten, durch Anpassung an den Mietspiegel sind damit vorprogrammiert. Ganzen Beitrag lesen »

Peter Schnell neu in der Stadtfraktion

Peter Schnell

Als Nachfolger für Manfred Coppik, der in den Magistrat gewählt wurde ist Peter Schnell in die Fraktion nachgerückt!

Herzlich willkommen!

Manfred Coppik im Magistrat

Magistrat OF 2016 mit Manfred Coppik

Manfred Coppik wurde Heute in den ehrenamtlichen Magistrat Offenbach gewählt. Die Fraktion gratuliert herzlich und wünscht erfolgreiches arbeiten!

Offenbacher Menschenkette gegen Rassismus

DIE LINKE unterstützt die Offenbacher Menschenkette gegen Rassismus und ruft zur Teilnahme auf
19.06.2016 /14:00 Uhr / Rathaus

Aufruf Offenbacher Menschenkette gegen Rassismus

Offenbacher Menschenkette gegen Rassismus

Offenbach kann ein Zeichen der Solidarität setzen und 100 Geflüchtete aus Idomeni und anderen provisorischen Flüchtlingslagern in Griechenland aufnehmen

Manfred CoppikAufgrund einer sich derzeit abspielenden humanitären Katastrophe in Idomeni an der mazedonischen Grenze und in anderen provisorischen Flüchtlingslagern in Griechenland erklärt der Stadtverordnete Manfred Coppik der Fraktion DIE LINKE.:

„In den provisorischen Lagern sitzen tausende Geflüchtete unter menschenunwürdigen Bedingungen fest und müssen aufgrund des Abkommens der EU mit der Türkei befürchten in die Türkei zurückgeführt zu werden. Diese Menschen sind in der Türkei jedoch nicht sicher vor rechtswidrigen Abschiebungen in ihre Herkunftsländer. Aus diesen Ländern sind die Menschen wiederum aufgrund von Bürgerkriegen und humanitären Missständen geflohen.“

Manfred Coppik legt dar, dass seine Fraktion DIE LINKE. in der kommenden Stadtverordnetenversammlung einen Antrag stellen werde 100 Geflüchtete aus diesen Flüchtlingslagern aufzunehmen. Denn „Offenbach kann mit der sofortigen zusätzlichen Aufnahme von 100 Geflüchteten ein Zeichen setzen. Konkret würden diese 100 Menschen aus den bedrückenden und unwürdigen Lebensumständen in den provisorischen Lagern herausgeholt werden.“

„Die hessische Erstaufnahmeeinrichtung am Kaiserlei ist zurzeit nicht ausgelastet und hat somit Kapazitäten frei, um hilfsbedürftige Geflüchtete aufzunehmen und ihnen in Offenbach dauerhaft Schutz zu bieten. 100 weitere Geflüchtete würde die Stadt Offenbach nicht überfordern.“

Weiter führt Coppik aus, „wenn viele europäische Städte mit der Aufnahme von Geflüchteten ein Zeichen der Solidarität setzen, würde das Problem der Flucht zwar nicht gelöst, könnte aber menschenwürdig behandelt werden.“